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Unser Stand auf der Interpädagogika Wien

Unser Stand auf der Interpädagogika  Wien

 Vom 12. bis zum 14. Mai 2022 fand nach zwei Jahren Pause wieder die Interpädagogica Messe im Messezentrum Wien statt. Dies ist eine Bildungsfachmesse für Lehrmittel, Ausstattung, Kultur und Sport. An drei aufeinanderfolgenden Tagen durften 180 Aussteller aus den Bereichen der Pädagogik und der Bildung ihre Produkte, Services und Leistungen vorstellen. Die Bandbreite der Ausstellungen und Stände reicht von der Kleinkindpädagogik bis hin zum kreativen und digitalen Lernen.

Die Interpädagogika bietet einen umfassenden Überblick über alle aktuellen Entwicklungen, Angebote und Innovationen im pädagogischen Bereich.

     

Auch wir waren dort mit Piepmatz und Grünschnabel vertreten und haben mit unserem Stand große Erfolge erzielen können. Wir durften unseren neuen Pop-Up (eine bunte Messewand mit passender Beachflag) und insgesamt acht neue Spiele vorstellen. Die vorgestellten Spiele waren Chatterbox - Englisch für Anfänger, HAUTUWIE, Sudoku aus Holz, Montessorie-Stapelbausteine, Culen Anlauttafel und Culen Anlautkarten zum Sehen, Fühlen und Begreifen, ABC-Lernkarten, ABC-Buchstabenkarten (mit Brailleschrift). Außerdem haben wir Unterrichtshilfen wie unsere Rechtschreibregelfächer, Satzbestimmungsfächer, Wortartenfächer und das tierische Einmaleinsheft ausgestellt.

Es war uns möglich, viele neue Bekanntschaften mit Besuchern und anderen Messeausstellern zu machen. Besucher an unserem Stand waren Pädagog/Innen in Ausbildung, Pädagog/Innen, die schon lange im Beruf tätig sind und viele andere Interessierte. Zum Vergnügen hatten wir eine Popcorn-Maschine vor Ort und neben gratis Äpfeln gab es wie jedes Jahr wieder viele Spiele zu gewinnen.

Die Teilnahme an der Messe war für Piepmatz und Grünschnabel ein großer Erfolg. Dadurch konnten wir den Besuchern nicht nur unsere Produkte näherbringen, sondern auch unsere Motivation und unseren Wunsch, allen Kindern ein tolles Lernerlebnis bieten zu können.

Auch im nächsten Jahr 2023 werden wir wieder an der Messe teilnehmen und sind bereits gespannt, welche Bandbreite an Produkten wir dann vorstellen dürfen. 

Schulsystem in Afrika - Eine ganz andere Welt

Schulsystem in Afrika - Eine ganz andere Welt

Das Schulsystem in Afrika unterscheidet sich in einigen Aspekten zum deutschen Schulsystem. Die Schulbildung beginnt allerdings auch hier bereits in den Kindergärten und Vorschulen, wo den Kindern Wissen auf einfachem Niveau vermittelt wird.

Afrika ist ein großer Kontinent mit insgesamt 54 Staaten, welche auch untereinander viele Unterschiede aufweisen. Das am weitesten verbreitete Schulsystem ist jedoch vom Aufbau gar nicht so weit vom deutschen Schulsystem entfernt.

 

Aufbau des afrikanischen Schulsystems

In Afrika gibt es keine Schulpflicht. Die Kinder beginnen ihre Schullaufbahn mit der sechjährigen Grundschule, der Primary School. Daraufhin besuchen sie die Junior Secondary School (weiterführende Schule) für zwei bis drei Jahre, welche sie nach der neunten Klasse mit der sogenannten Basic Education Certificate Examination abschließen.
Um sich dann auf die Universität vorzubereiten, können die Schüler die Senior Secondary School oder auch Senior High School besuchen. Entscheiden sich die Schüler dann für ein höheres Bildungswesen, besuchen sie meist eine Universität oder Fachhochschule.

Es gibt private und staatliche Schulen in Afrika. Die privaten Schulen können sich dort nur wohlhabende Eltern leisten und es herrschen oft sehr hohe qualitative Unterschiede.
Der Unterricht in einer staatlichen Dorfschule beginnt in den meisten Fällen zwischen 8 Uhr und 8:30 Uhr. Da es im südlichen Afrika allerdings oft nur eine Schule für mehrere Dörfer gibt, sind die Schüler bei Schulbeginn meist schon seit mindestens zwei Stunden auf den Beinen - denn der Schulweg hier ist lang. Eine Entfernung von 10 Kilometern ist da keine Seltenheit. Dies ist einer der vielen Gründe, weshalb einige Kinder die Schule gar nicht erst besuchen.

Der Schultag beginnt mit einem Gebet oder einem Lied. Mittags gibt es ein Schulessen, woraufhin die Schüler spielen oder Sport machen dürfen. Nachmittags geht es häufig weiter mit dem Üben von erlerntem Stoff.

     

 

Lehrinhalte und Unterrichtsgestaltung

Die Lehrinhalte in Afrika sind gar nicht so anders als bei uns in Deutschland. Auch hier lernen die Kinder Lesen und Schreiben, Mathe, Religion, Kunst, Musik, Sport, Geographie und Sprachen. Es gibt einige Schulen, die zusätzlich praktische Dinge (z.B. das Nähen) lehren oder Theater spielen anbieten.
In vielen afrikanischen Ländern wird nicht in der Muttersprache unterrichtet. Das liegt an der kulturell bedingten Sprachvielfalt des Kontinents. Hier wird dann häufig in Englisch oder Französisch unterrichtet, was für viele Kinder eine große Hürde darstellt. Häufig brechen sie die Schule deshalb in den ersten Jahren ab.

In den afrikanischen Schulen geht es oft sehr streng zu. An vielen Schulen ist eine Schuluniform Pflicht, auf Fragen wird im Chor geantwortet und es gibt kein spielerisches Lernen. In der Regel wird der Unterrischt frontal gehalten und manche Erziehungsmaßnahmen sind veraltet. In manchen Ländern kommen sogar noch Ohrfeigen oder der Rohrstock zum Einsatz.  Das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern ist hier alles andere als warm.
Dennoch gehen viele Kinder in Afrika gerne in die Schule, weil die Hoffnung groß ist, am Ende einen guten Beruf erlernen oder sogar auf eine Universität gehen zu können.

 

Kosten als größte Hürde für afrikanische Kinder

Die meisten staatlichen Schulen in Afrika verlangen kein Schulgeld. Jedoch müssen die Eltern hier für Materialien, Bücher und Schuluniform aufkommen. Daran scheitert es bereits häufig, denn die meisten Familien können diese Kosten nicht aufbringen.
In einigen afrikanischen Ländern wird allerdings auch Schulgeld verlangt. Hier kostet der Schulbesuch zwischen 5 und 15 Euro im Jahr, was für die meisten afrikanischen Familien eine sehr hohe Summe ist. Sie verdienen kaum mehr als 100 Euro im Jahr. Hat eine Familie mehrere Kinder, kann meist nur eines der Kinder die Schule besuchen. Dann lernen die jüngeren Geschwister von den älteren das Rechnen, Lesen und Schreiben.

 

Weitere Schulformen in Afrika

Neben den Dorfschulen gibt es in Afrika weitere Schulformen für Kinder in besonderen Situationen.

Koranschulen
Im islamisch geprägten nördlichen Afrika gibt es sogenannte Koranschulen. Diese Schulen dürfen nur Jungs besuchen. Viele Familien schicken ihre Söhne in die Koranschulen, da dort kein Schulgeld verlangt wird. "Bezahlt" wird die Schule damit, dass die Kinder in den Pausen arbeiten und betteln. Den Großteil ihrer Einnahmen müssen sie an ihre Lehrer abgeben. Der Schultag beginnt hier bereits vor Sonnenaufgang mit dem Aufsagen von Suren und endet weit nach Sonnenuntergang. Auch hier lernen die Kinder das Lesen, Schreiben und Rechnen. Zusätzlich haben sie sogenannte Koranstunden.

Schulen der Nomadenvölker
In Afrika sind Nomadenvölker weit verbreitet. Die Kinder sind hier die meiste Zeit mit ihren Klans und Familien auf Reisen, weshalb sie nur zeitweise eine Schule besuchen können. An erster Stelle steht hier die Versorgung der Tiere.
Das männliche Familienoberhaupt entscheidet über den Lagerplatz und es ist nie sicher, ob sich dieser in der Nähe einer Schule befindet. Wenn dem so ist, dürfen meist nur die Jungs die Schule besuchen. Der Schulbesuch dauert dabei nicht länger als fünf Monate, da die Familie dann weiterzieht. Ob es den Kindern in der Zeit möglich ist, das Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen, ist fragwürdig.

Schulen der Naturvölker
In vielen afrikanischen Ländern gibt es Naturvölker, die sogenannten "Buschmenschen". Diese Völker unterrichten ihre Kinder selbst. Dabei steht das Wissen über die Natur im Vordergrund, welches über tausende von Generationen weitergegeben wird. Hier läuft es ganz anders ab als in den "normalen" Schulen. Die Kinder lernen nicht das Lesen und Schreiben, sondern das Überleben in der Wildnis.

    

Herausforderungen im afrikanischen Schulsystem

Es gibt zahlreiche Gründe, warum vielen Kindern in Afrika der Schulbesuch verwehrt wird. Dass die finanzielle Situation dabei eine große Rolle spielt, haben wir bereits geklärt. Viele Familien können die Kosten für Materialien, Schuluniform und Bücher nicht aufbringen. Oft müssen die Kinder sogar zum Lebensunterhalt beitragen und können deshalbt nicht zur Schule gehen. Noch viel schlimmer betroffen sind Waisen.

Ein weiterer Grund ist die ungleiche Rollenverteilung der Geschlechter in den afrikanischen Ländern. Mädchen müssen sich häufig um die jüngeren Geschwister kümmern und im Haushalt helfen, weshalb sie die Schule nicht besuchen können. In vielen Fällen werden sie auch sehr früh verheiratet. Daher ist die Analphabetismus-Rate in Afrika bei Mädchen deutlich höher als bei Jungs. Außerdem wird ihnen dadurch die Möglilchkeit verwehrt, irgendwann ein anderes Leben führen zu können als ihre Mütter und Väter.

Der Mangel an Schulen und Lehrkräften in Afrika sorgt ebenfalls dafür, dass vielen Kindern eine gute Bildung verwehrt bleibt. Besonders in den ländlichen Regionen des Kontinents mangelt es an Schulen und der teils unzumutbare, weite Schulweg hält die Kinder davon ab, die Schule überhaupt zu besuchen. Außerdem haben die meisten Schulen keinen Strom und häufig muss der Unterricht sogar im Freien stattfinden. Diese teils unzumutbaren Arbeitsbedingungen machen den Lehrerberuf sehr unattraktiv, weshalb es auch häufig an Lehrkräften mangelt.

 

Vergleich mit dem deutschen Schulsystem

Mit diesem Überblick über das afrikanische Schulsystem können wir einige Unterschiede zu unserem deutschen Schulsystem erkennen.

In Deutschland wird allen Kindern - unabhängig von ihrer finanziellen Situation, ihrem Geschlecht oder ihrer Religion - der Schulbesuch ermöglicht. Außerdem sind die Bedingungen und Erziehungsmaßnahmen hier wesentlich angenehmer.
Auch in der Unterrichtsgestaltung zeigen sich einige Dinge, die deutlich anders sind als in Afrika. Der Unterricht wird häufig kreativer gestaltet und den Lehrern ist es möglich, auch spielerisches Lernen anzubieten. Viele Lehrer in Deutschland nutzen bereits Lernspiele wie z.B. unser Spiel mit Sinnen, mit welchem die Worterarbeitung leichter gemacht wird. Dabei werden die Wörter, die erlernt werden sollen, mit allen Sinnen verinnerlicht. Das Spiel mit Sinnen fördert die Worterarbeitung durch das Lesen, Schreiben, Sprechen, Reimen, Hören, Lautieren, der Bewegung und Darstellung der Wörter. Das Spiel finden Sie hier in unserem Shop: https://www.xn--piepmatzundgrnschnabel-4lc.com/collections/legasthenie-und-lernspiele/products/worterarbeitung-ganzheitliches-lernen-spiel-mit-sinnen-basisspiel

Solche Spiele und allgemein das spielerische Lernen hat leider noch keinen Platz im afrikanischen Schulalltag gefunden. Es wird bereits viel getan, um die Bildungssituation in Afrika zu verbessern, allerdings ist es nach wie vor ein Thema, welches viel Aufmerksamkeit benötigt. Jedes Kind sollte eine Chance auf gute Bildung haben, um voller Hoffnung in eine glückliche Zukunft blicken zu können.

Das schwedische Schulsystem - Hier lernt man Eigenverantwortung

Das schwedische Schulsystem - Hier lernt man Eigenverantwortung

Das schwedische Schulsystem ähnelt dem finnischen Schulsystem in einigen Aspekten. Nachdem die Kinder einen Kindergarten und einige auch die einjährige Vorschule besucht haben, beginnt die Schulpflicht. Nun besuchen sie die neunjährige Grundschule, die sogenannte "grundskola", welche den Gesamtschulen in Deutschland ähnelt. Außerdem gibt es in Schweden Sonderschulen, Behindertenschulen und internationale Privatschulen.

Die Grundlage des schwedischen Schulsystems ist die Individualisierung der Schüler. Bereits ab der fünften und sechsten Klasse lernen die Schüler Selbstständigkeit und Eigenverantwortung.
Es handelt sich auch hier um ein ganztägiges Schulsystem, wobei die Schüler ihren Schultag um acht Uhr morgens beginnen und nachmittags um 15 Uhr beenden. In der Schulkantine erhalten sie ein warmes Mittagessen. Der Unterricht, soziale Leistungen, Schultransporte, warmes Schulessen und Lernmaterialien sind hier kostenlos.

Die Benotung der Schüler findet erst ab dem sechsten Schuljahr statt. Das Notensystem in Schweden sieht keine klassischen Noten vor, sondern vergibt lediglich die Bewertungen „väl godkänd“ (VG; gut bestanden), „godkänd“ (G; bestanden) und „underkänd“ (U; nicht bestanden). Ein Zeugnis gibt es am Ende eines jeden Halbjahres. 

Die Lehrinhalte sind in ganz Schweden größtenteils identisch, jedoch kann jede Schule selbst entscheiden, wie der Schulalltag strukturiert wird. Gemeinsam mit dem Lehrer erarbeiten die Schüler einen Wochenplan. Dabei wird festgelegt, wann die Schüler selbstständig arbeiten, wann sie in Gruppen und wann sie mit dem Lehrer gemeinsam lernen. Es gibt einen internationalen Lehrplan, der Inhalte und Lernziele formuliert.

Zwischen Lehrern und Schülern wird ein freundlicher Umgang gepflegt. Die Lehrer werden häufig geduzt und mit Vornamen angesprochen.
Der Lehrerberuf erfordert für das Unterrichten der ersten bis sechsten Klassen eine 3 ½-jährige Ausbildung, für das Unterrichten der älteren Kinder von der vierten bis neunten Klasse eine 4 ½- jährige Ausbildung.

Während der neunjährigen Schulpflicht bleiben 20-30 Schüler immer zusammen. Dies soll die Jugendlichen dazu befähigen, stabile und lange andauernde Beziehungen zu bilden. Die Schüler sollen lernen, einander zu helfen, Stärken zu entdecken und Schwächen gemeinsam abzubauen.

Nach neun Jahren beenden die Schüler ihre Schulpflicht an der "grundskola" im Alter von ca. 16 Jahren. Nun können die Schüler entscheiden, ob sie die Schule beenden oder das weiterführende Gymnasium für drei weitere Jahre besuchen. Die Schüler erhalten am Ende des neunten Schuljahres ein Abschlusszeugnis, welches für die Bewerbung am Gymnasium wichtig ist.
Berufsschulen, wie man sie in Deutschland kennt, gibt es in Schweden nicht. Grund dafür ist, dass das Gymnasium genau diese berufsbildenden Aspekte abdeckt. Ca. 90% aller schwedischen Schülerinnen und Schüler besuchen nach der neunjährigen Schulpflicht das Gymnasium, da es sonst kaum Ausbildungsplätze gibt.
Die 18 verschiedenen Ausbildungsprogramme der Gymnasien in Schweden bereiten die Schüler auf das Arbeitsleben oder die Universität vor. Dafür benötigen sie unterschiedliche Qualifikationen:

Qualifikation für ein Ausbildungsprogramm: Bestehen der Fächer Schwedisch oder Schwedisch als Zweitsprache, zusätzlich Englisch, Mathematik und fünf weitere

Qualifikation für ein Universitäts-Vorbereitungsprogramm: Bestehen der Fächer Schwedisch oder Schwedisch als Zweitsprache, Englisch, Mathematik und neun weitere

Etwa 40% aller Schülerinnen und Schüler, die das Gymnasium besucht haben, beginnen innerhalb von drei Jahren mit einem Hochschulstudium, welches ähnlich aufgebaut ist wie in Deutschland.


Eine weitere Besonderheit in Schweden sind die zahlreichen freien Schulen, die sogenannten "Fristående skolor" oder kurz auch "Friskolor". Diese sind nicht in öffentlicher Hand, sondern haben einen anderen Träger, wie z.B. die Kirche oder solche, die sich einer bestimmten Pädagogik verpflichtet haben. Diese freien Schulen gibt es sowohl als Grundschulen, als auch als Gymnasien und stehen allen Schülern offen. Hier fällt in der Regel auch kein erhöhtes Schulgeld an. 


Diese Zusammenfassung des schwedischen Schulsystems zeigt, dass es einige Unterschiede zum deutschen Schulsystem gibt. Genau wie das finnische, wird das schwedische Schulsystem hoch angesehen und bietet im Vergleich zum deutschen Schulsystem einige Vorteile.