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Das tierische Einmaleins – Einmaleins Fördermaterial bei Dyskalkulie

Das tierische Einmaleins – Einmaleins Fördermaterial bei Dyskalkulie

WAHRNEHMEN – KONZENTRIEREN – NACHDENKEN!

Eine mathematische Gedächtnisschulung mit vier Varianten ist die Spielidee des Lernspiels DAS TIERISCHE EINMALEINS des Verlags Piepmatz und Grünschnabel, der ein umfangreiches Repertoire an Förderspielen für die pädagogische Arbeit mit Kindern entwickelt hat.

Qualitativ hochwertiges Spielmaterial fordert und aktiviert Schüler ab der 1. Klasse, das Einmaleins zu erlernen, zu vertiefen und zu sichern.

Wundervoll ansprechende Tierbilder ziehen die Mitspieler in den Bann und verzaubern dieses Fördermaterial zu einem erlebnisreichen, bunten Rechenerlebnis. Die Lernkärtchen motivieren mit einer überaus niedlichen Tierwelt, die die Kinder vom Südpol über die Savanne bis in die Berge, den Urwald und die Unterwasserwelt entführt. Gleichzeitig lernen die Spieler die Lieblingsspeisen der abgebildeten Tiere kennen, denn die Multiplikation ist in anschauliche Plusaufgaben gegliedert.

Die Merkfähigkeit wird besonders angesprochen und das Zahlengedächtnis trainiert.

Geeignet ist DAS TIERISCHE EINMALEINS für Kinder ab 6 Jahre, die mit vielen Gleichgesinnten spielerisch das kleine Einmaleins üben wollen. Die Spielkarten haben auf der Vorderseite eine Aufgabe (z. B. 2 • 9, 4 • 7) und das Ergebnis auf der Rückseite zur Kontrolle. Nachdem man eine Malreihe (z. B. Multiplikationsreihe der 3) ausgewählt hat, mischt man die Karten und verteilt sie - mit den Ergebnissen verdeckt - auf dem Tisch. Der jüngste Spieler startet und ruft ein beliebiges Ergebnis (z. B. 18). Derjenige Mitspieler erhält die Karte als Siegpunkt, der mit seiner Hand zuerst die richtige Karte berührt.

Drei weitere Spielmethoden können ausprobiert werden.

  1. Ohne Probleme können die Spieler die Grundregel ins Gegenteil kehren, denn sind die Ergebnisse der Kartenseiten sichtbar (z. B. 5, 10, 15, 20, 25), müssen die Mitspieler die Multiplikation korrekt nennen (z. B. 3 • 5, 5 • 5) und erhalten bei richtiger Lösung die Spielkarte als Gewinnpunkt.
  2. Als weitere Spielvariante kann das Spielerteam die Karten mehrerer Malreihen (z. B. Multiplikationen zur 4 und 7) vermischen, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen.
  3. Dieses mathematische Lernspiel in der kolorierten Spielebox kann auch wie ein Karteikartensystem allein gespielt werden.

 

Die Einfachheit der Regeln und der gleichbleibende Spielablauf ermöglichen es den Kindern, sich auf das Wesentliche - die Multiplikation - zu konzentrieren, sodass der Lerneffekt enorm gesteigert wird.

DAS TIERISCHE EINMALEINS ist ein attraktives und eingängiges Lernspiel, das optimal für die pädagogische Arbeit geeignet ist und ebenso zu Hause zum individuellen Training sehr empfehlenswert ist.  

Maßnahmen zur Verbesserung der Aufmerksamkeit!

Maßnahmen zur Verbesserung der Aufmerksamkeit!

Um seine Aufmerksamkeit zu steigern, braucht der Mensch die Fähigkeit, mehrere Reize gleichzeitig zu verarbeiten und nach Bedeutung zu selektieren bzw. zu fokussieren.

Verschiedene Ursachen können einem Aufmerksamkeitsverlust zugrunde liegen:

  1. Unlust
  2. Stress
  3. Überforderung
  4. Langeweile

Therapeuten empfehlen verschiedene Strategien:

  1. Zielsetzungen
  • Eine zeitliche Vereinbarung (z. B. 10-60 Minuten) unterstützt die Konzentration auf die Anforderungen.
  • Eine Absprache über begrenzte, aufgabenrelevante Ziele (z. B. 15 Vokabeln, 3 Päckchen Matheaufgaben) macht die Aufgaben überschaubar.
  • Feste Lernzeiten sollten vereinbart werden. (Stoppuhr)
  1. Festlegung von Abläufen
  • Eine übersichtliche Reihenfolge der zu erledigenden Aufgaben erleichtern den Start und die Konzentration.
  • Eine konkrete Startzeit festzulegen hilft der Motivation.
  • Zu viele Aufgaben hindern Wissensdurst und demotivieren.
  • Sequentielles Lernen statt Multitasking ist unbedingt zu beachten.
  • Die Zerlegung der Aufgaben in Teilschritte schafft Übersicht und kleine Erfolgserlebnisse.
  1. Weitere Bedingungen
  • Als äußere Unterstützung trägt eine angenehme Arbeitsatmosphäre zum Gelingen bei.
  • Auf eine konsequente Einhaltung der eigenen Vorgaben und Regelungen muss geachtet werden.
  • Wenn es möglich ist, sollten Resultate vorher festgelegt werden.
  • Ein Hinweisschild an der Tür ist ein kleiner, positiver Beitrag.
  • Die grundsätzlichen Konzentrationsphasen bezogen auf das Alter müssen beachtet werden.
  • Eine gesunde Ernährung mit dem Verzicht auf Süßigkeiten fördert die Aufmerksamkeit.
  • Bewegung in Form von kurzen Aktivitätsphasen ist sehr zu empfehlen.
  • Andere Gesprächsthemen sollten in die Pausen eingebaut werden.
  • Mit viel Schlaf kann sich das Erlernte „setzen“ und die Energie steigt.
  • Konzentrationsspiele wirken wie ein Gedächtnistraining, z. B. mit Spielen wie Ich packe meinen Koffer, Reise nach Jerusalem, Klatsch-Spiele, Spiele mit Bauklötzen und Lego-/Duplosteinen nach Bauanleitung.

Im Zusammenhang mit Aufmerksamkeitsdefiziten sind Störfaktoren von ausschlaggebender Bedeutung. So versteht es sich von selbst, dass

  • laufende Fernseher und Radios auszuschalten sind
  • man Handys außer Reichweite legt.
  • Geschwisterkinder im Lernareal nichts zu suchen haben.
  • weniger Fernsehkonsum die Manipulation der Gehirnregionen reduziert.

Eltern und Erziehern kommt eine große Bedeutung zu, denn sie können durch persönliche Zuwendung das Lernen und die Konzentration der Kinder entscheidend beeinflussen.

  1. Lobäußerungen stärken die Kinder.
  2. Fehler sollten nicht überbewertet werden.
  3. Wenn Kinder selbst wählen, was sie zuerst lernen und wie sie beim Lernen verfahren wollen, wird Eigeninitiative gefördert.
  4. Kleine Belohnungen stärken die Eigenmotivation, z. B. zwischendurch Musik hören oder ein Spiel gemeinsam spielen.
  5. Abwechslung sollte in Bezug auf verschiedene Lernmethoden eingebaut werden, z. B. Online-Trainer, Buch.
  6. Die Gefühle des Kindes sollten Anzeiger für die Lernbereitschaft sein.
  7. Eltern und Erzieher sollen das eigene Verhalten kontrollieren, d. h. sich ganz dem Kind in der vereinbarten Zeit widmen und keine anderen Aktivitäten durchführen, da die Vorbildfunktion große Bedeutung hat.

Das finnische Schulsystem

Das finnische Schulsystem

Die allgemeine Lernpflicht besteht in Finnland seit 1921 und im Jahr 1968 entschied man sich für ein integriertes Schulsystem. Die Einführung von Einheits- bzw. Gemeinschaftsschulen (Klasse 1-9) geschah zwischen 1972 und 1977. Alle Schüler und ihre Eltern entscheiden mit nach diesem Abschluss über die weitere Schullaufbahn. So sind die Schüler im Alter von ca. 14 Jahren in ihrer Reife fortgeschritten und haben ein klareres Bild über ihre Stärken und Berufswünsche.

Ab 1994 wurden neue Lehrpläne eingeführt, die lediglich Kernkompetenzen festlegen, sodass das Lehrpersonal sehr frei in der Gestaltung des Unterrichts ist. Der Unterricht selbst und soziale Leistungen, warme Schulverpflegung, Lernmaterial, Schülertransport sind für alle Schüler kostenlos.

Eine Bewertung in Form von Noten gibt es in den ersten vier Jahrgängen nicht, ab der fünften Klasse dürfen Noten erteilt werden und ab der siebten Klasse ist eine Benotung verbindlich. Jeder Schüler erhält pro Jahr mindestens einmal einen Bericht über seine Leistungen. Nach neun Jahren kann fakultativ ein zehntes Schuljahr besucht werden.

In Finnland gibt es etwa 4000 Schulen mit insgesamt etwa 580.000 Schülern. In städtischen Einzugsbereichen hat eine Primarschulklasse eine durchschnittliche Klassenstärke von 19,8 und eine Sekundarschulklasse von 20,1 Schülern. Auf drei Stufen baut das finnische Bildungssystem auf:

Das Grundprinzip des finnischen Schulsystems beruht auf der Festlegung, dass alle Schüler die gleichen Chancen haben sollen, da jeder Mensch Fertigkeiten und Fähigkeiten besitzt, von denen andere lernen können. Das soziale Miteinander steht im Vordergrund und großer Wert wird auf Fremdsprachen und Sonderunterricht gelegt.

Das „Du“ ist in Finnland üblich, außer wenn es sich um sehr alte Personen handelt. So werden auf dem Gymnasium die Lehrer grundsätzlich mit Vornamen angesprochen und geduzt, was das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern von einer Hierarchie befreit und einen sehr freundschaftlichen Umgang impliziert.  

Nach dem Ende der Schulpflicht (zz. 9 Jahre, spätestens mit 17 Jahren) haben die Schüler zwei Möglichkeiten, die schulische Ausbildung an einer allgemeinbildenden oder einer berufsbildenden Sekundarstufe II weiterzuführen.

Allgemeinbildende Sekundarstufe II: In der Regel führen drei weitere Jahre in einem Kurssystem bis zum Abitur, was 90 % aller Jugendlichen in Anspruch nehmen.

Berufsbildende Sekundarstufe II: Mit einer beruflichen Lehre kann man zwischen sieben verschiedenen Berufsqualifikationen entscheiden: Technik/Verkehr, Handel/Verwaltung, Naturressourcen, Ernährung/Wirtschaft, Soziales/Gesundheit, Kultur und Freizeit/Sport. 20 Wochenstunden umfasst die Ausbildung an einem Arbeitsplatz und in Kursen mit Unterrichtsfächern. Neben der theoretischen Ausbildung umfasst das finnische Berufsausbildungssystem auch Abschnitte in Werkstätten sowie ein Werkspraktikum. Nach drei Jahren kann ein Studium an einer Hochschule erfolgen.

Die Abiturprüfungen und die jeweiligen Fachprüfungen werden in Finnland zentral organisiert. Die Abiturprüfung umfasst obligatorisch die Muttersprache, eine Fremdsprache, Mathematik oder ein Fach aus der Geistes- oder Naturwissenschaft. Bei Nichtbestehen der Abschlussprüfungen gibt es die Möglichkeit einer Wiederholungsprüfung.